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Diese Matrix folgt in den Kernkategorien besonders dem bereitgestellten Hörquiz-Material und erweitert es um musikgeschichtliche Differenzierungen.

MerkmalMittelalterRenaissanceBarockKlassikRomantikModerneab 1950
Textur / Satzeinstimmiger Choral; frühe MehrstimmigkeitVokalpolyphoniepolyphon & homophon; Generalbassklar gegliedert, oft homophondichter, farbiger Orchestersatzsehr unterschiedlich; oft kammermusikalisch zugespitztPluralismus: seriell, klangflächenhaft, minimalistisch, elektronisch …
Melodikmodal, schrittweise, chantartigimitatorische LinienFortspinnung, Sequenzenfassliche Motive, Wiederholungkantabel, weit ausschwingendatonal, motivisch verdichtet oder neoklassischvon Mikrointervallen bis zu repetitiven Patterns
Dynamikwenig notierte Abstufungmeist aus Besetzung / SatzStufen-/TerrassendynamikCrescendo/Decrescendogroße/extreme Spannweitenstark werkabhängigstark werk- und technikabhängig
HarmonikModalität; Quinten als KonsonanzenTerz-/Dreiklangsklang gewinnt GewichtDur-Moll-Tonalität, Funktionsharmonikstabile Tonalität, kadenzielle KlarheitChromatik, Alteration, erweiterte TonalitätAtonalität / Zwölfton neben Tonalitätfreie Wahl: seriell, spektral, modal, tonal, mikrotonal …
Form / Ausdruckrituell, meditativer VerlaufStimmengewebe, textbezogene Formoft einheitlicher Affekt; konzertantes PrinzipThemenkontrast, PeriodikKlangmalerei, Programm, subjektiver AusdruckAbstraktion, Rhythmusinnovation, Klang als Materialoffene Formen, Prozesse, Wiederholung, Elektronik, Mischformen