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Kapitel 4

Tonleitern, Tonarten & Quintenzirkel

Tonleitern ordnen Tonvorräte. In Dur und Moll entscheidet die Folge von Ganz- und Halbtonschritten über den Charakter; der Quintenzirkel zeigt Verwandtschaften, Vorzeichen und Paralleltonarten.

Dur

Schrittfolge: G – G – H – G – G – G – H (G = Ganzton, H = Halbton). Halbtonschritte zwischen 3/4 und 7/8.

Natürliches Moll

Halbtonschritte zwischen 2/3 und 5/6. Die 7. Stufe ist nicht zum Leitton erhöht.

Harmonisches Moll

Die 7. Stufe wird erhöht: starker Leitton zur Tonika; zwischen 6. und 7. Stufe entsteht eine übermäßige Sekunde.

Melodisches Moll

Klassisch aufwärts meist 6. und 7. Stufe erhöht; abwärts häufig natürliches Moll.

Kirchentonarten

Ionisch, dorisch, phrygisch, lydisch, mixolydisch, äolisch, lokrisch. Besonders markant sind charakteristische Stufen wie die lydische erhöhte 4. oder die mixolydische kleine 7.

Weitere Skalen

Pentatonik (5 Töne), Ganztonleiter (nur Ganztonschritte), chromatische Skala (12 Halbtöne), im 20. Jahrhundert auch oktatonische und andere symmetrische Skalen.

Tonleiter-Generator

Notenschlüssel
Vorzeichen

Quintenzirkel

Außen Dur, innen Moll.

Paralleltonarten: Dur und Moll mit denselben Vorzeichen. Beispiel C-Dur ↔ a-Moll. Gleichnamige Tonarten: gleicher Grundton, anderes Tongeschlecht, z. B. C-Dur ↔ c-Moll.